Consent Optimization – OptIn Optimierung: Damit schmecken die Cookies auch meiner Zielgruppe!

Derzeit sind im Online-Marketing Begriffe wie Cookie-Banner, Consent Management Plattform und TCF 2.0 in aller Munde. Das hat mehrere Gründe. Zum einen kommt gefühlt jede Woche ein neues Urteil in Verbindung mit DSGVO-Verletzungen im Online-Marketing und zum anderen werden im Moment immer mehr neue Features und Consent Management Plattformen entwickelt. 

Was ist Consent Management?

Grob gesagt ist Consent Management die Verwaltung von Zustimmungen bzw. Ablehnungen der eingesetzten Cookies und Technologien auf der eigenen Website.  Dabei kommen sehr häufig und immer öfter Consent Management Plattformen zum Einsatz. Mit einer Consent Management Plattform kann man sicherstellen, dass Opt-Ins und Opt-Outs rechtskonform eingeholt und verwaltet werden. Für eine rechtskonforme Einwilligung müssen diese sieben Kriterien erfüllt sein: 
  1. Die Zustimmung muss freiwillig erfolgen.
  2. Der Nutzer der Seite muss informiert sein (z.B. zum Zweck der Verarbeitung der Daten) 
  3. Die Zustimmung muss granular gegeben werden können. 
  4. Die Zustimmung muss einfach und jederzeit widerrufbar sein. 
  5. Die Zustimmung muss vor dem Feuern der Analyse- und Marketing-Cookies gegeben werden.
  6. Außerdem muss die Zustimmung explizit sein. 
  7. Der Seitenbetreiber ist verpflichtet, die Zustimmungen zu dokumentieren. 
Werden diese Punkte nicht eingehalten, verstößt man gegen die DSGVO und es können drastische Sanktionen verhängt werden. Dabei können Unternehmen Strafzahlungen von bis zu 4 % des Jahresumsatzes drohen.  Lesen Sie hier mehr zum Thema Consent Management

Warum riskieren Unternehmen trotzdem Strafen?

Viele Unternehmen nehmen es trotzdem in Kauf, eine Strafe zu bekommen. Manche aus Unwissenheit und manche ganz bewusst, um keine wichtigen Daten für ihr Online-Marketing zu verlieren. Denn je mehr personenbezogene Daten ein Marketer hat, desto besser kann er Audiences bilden und desto gezielter und besser können Werbekampagnen geschalten werden.  Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Man muss nicht unbedingt eine Strafe riskieren, um weiterhin Daten der BesucherInnen zu erhalten. Das Ziel ist lediglich, so viele Einwilligungen zu Marketing- und Analysezwecken zu erhalten, wie möglich.  Um dieses Ziel zu erreichen, muss Zustimmungs-Optimierung bzw. Consent Optimization betrieben werden. 

Experimente und Personalisierung

Wie kann ich als Websitebetreiber nun meine Zustimmungsrate erhöhen?  Um diese Frage zu beantworten, kann man sich ein Beispiel aus der Praxis ansehen. Ein junger Bäcker hat auch nicht gleich von Anfang an den perfekten Cookie gebacken. Er musste zuerst viele unterschiedliche Rezepte testen und mit ihnen experimentieren.  Dieses Beispiel kann man sehr gut auf die Consent/Cookie-Banner ummünzen. Um den BesucherInnen der Website die eigenen Cookies schmackhaft zu machen, muss man testen, welche Form, Farben, Texte usw. ihnen zusagen.  Das Stichwort ist A/B-Testing: Man testet Variante A gegen Variante B und prüft, welche Variante besser performt. Danach kann man immer weiter testen und somit immer bessere Zustimmungsraten erzielen. Einen perfekten Consent-Banner mit einer 100%-igen Zustimmungsrate wird es nicht geben – genauso wenig wie einen Keks, der jedem Menschen schmeckt.  Ein weiterer wichtiger Tipp, um die Zustimmungsrate zu erhöhen, ist, den BesucherInnen der Website ein sicheres Gefühl zu geben. Personalisierte Banner oder Walls, die auf das Unternehmen abgestimmt sind und eventuell auch einen zur Unternehmenskultur passenden Text haben, wecken bei NutzerInnen Vertrauen, wodurch diese eher eine Zustimmung geben, als Personen, die sich unsicher fühlen. 
e-dialog-A/B Testing
(c) e-dialog

WENIGER Entscheidungen nach Bauchgefühl – MEHR datengetriebene Entscheidungen”

Einflussgrößen für Optimierungen

Folgende Elemente können in Ihrem Consent Management beeinflusst werden, um eine höhere Zustimmungsrate zu erhalten: 

Änderungen am Banner/der Wall

Design Optimierungen
  • Art des Banners (ob Cookie Banner oder Cookie Wall)
  • CI des Unternehmens nutzen (Hintergrundfarbe, Buttonfarbe, Textfarbe, Schriftarten etc.)
  • Testen, ob das Firmenlogo die Zustimmungsrate erhöht
  • Textliche Änderungen
  • Granulare Ansicht vs. Kategorieansicht vs. OneClick Lösungen
Technische Optimierungen
  • zeitliche Ausspielung des Banners (Achtung: keine Cookies vor Consent)
  • mögliche Anreize schaffen (mit Datenschutzbeauftragten abklären)

Technische Anpassungen

  • Nutzung Contextual Consent: Contextual Consent bezeichnet die nachträgliche Einholung eines bestimmten Consents für eine von KundInnen gewünschte Interaktion. Dieser ist nötig, wenn auf externe Inhalte zugegriffen werden muss, um die gewünschte Interaktion zu ermöglichen. Zum Beispiel ein YouTube Video. 
  • Cross-Domain Consent: Consent gilt auch für andere Geschwister- oder Subdomains und wird nicht erneut abgefragt (mit Datenschutz abklären)
  • Cross-Device Consent: Consent gilt auf mehreren Geräten und wird nicht erneut abgefragt (mit Datenschutz abklären)

Zusammenfassung

Consent Management beinhaltet heutzutage nicht mehr nur stupides Abfragen von Zustimmungen, sondern hat sich zu einer neuen Marketing-Disziplin entwickelt. Es lässt sich keine pauschale Aussage treffen, welcher Art von Banner oder welche Farbe am besten für Ihre Website funktioniert. Denn jede Website hat eine unterschiedliche Zielgruppe und muss daher das Consent Management an diese Zielgruppe anpassen. Um herauszufinden, welches Design, welcher Text und welche Art von Banner am besten performt, müssen lediglich drei Punkte durchgeführt werden:  TESTEN – TESTEN – TESTEN

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